Segeln in Polynesien: Clémence nimmt uns mit ins Paradies!
Wenn der Herbst Einzug hält, lässt der Saisonwechsel manchmal auch die Stimmung sinken. Zeit für sonnige Gedanken! Wir nehmen Sie mit zu den blauen Lagunen Polynesiens, zu duftenden Tiaré-Blüten und den Rhythmen des Ori Tahiti.
Clémence, unsere Expertin für Kabinenkreuzfahrten, hatte das Glück, Polynesien vom Wasser aus zu entdecken. Hier erzählt sie von ihrer Reise und verrät, warum ein Segelurlaub in dieser Inselwelt unvergesslich bleibt.
Praktische Informationen
- ⚓ Katamarancharter mit oder ohne Crew: ab Huahine, Raiatea oder Tahiti ab 2.600 € pro Woche. Für einen Skipper kommen etwa 225 € pro Tag hinzu.
- ⛵ Kabinenkreuzfahrt: ab 1.100 € pro Person.
- 🏝️ Kombination aus Landaufenthalt und Segelreise: elf Tage mit drei Übernachtungen auf Huahine und sieben Nächten an Bord eines Katamarans mit Crew, ab 3.300 € pro Person.
- ✈️ Anreise ab Paris: mit Air Tahiti Nui, Air France oder French bee. Die Reise dauert etwa 22 Stunden, mit Zwischenstopp beispielsweise in Los Angeles, San Francisco oder Seattle. Hin- und Rückflüge wurden zum Zeitpunkt der Reise ab etwa 1.100 € angeboten, teilweise auch kurzfristig.
Kannst du uns die Inselwelt Französisch-Polynesiens beschreiben?
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Französisch-Polynesien besteht aus zahlreichen Inseln, die weit verstreut im Pazifik liegen. Das Meeresgebiet, über das sie sich verteilen, ist ungefähr so groß wie die Europäische Union! Segeln können Sie in verschiedenen Inselgruppen, etwa den Inseln unter dem Winde mit Bora Bora, Huahine und Raiatea, den Marquesas oder den Tuamotu.
Alle Inseln auf einer einzigen Reise zu entdecken, ist kaum möglich – es sei denn, Sie haben sechs Monate Zeit! Allein für die Überfahrt von Tahiti zu den Marquesas sollten Sie etwa 14 Tage einplanen.
Mein Tipp: Wenn Sie zehn Tage segeln möchten, fliegen Sie am besten direkt zu Ihrer Ausgangsbasis. So bleibt mehr Zeit für den eigentlichen Törn und die Zwischenstopps.
Wir haben uns für die Inseln unter dem Winde entschieden, mit Raiatea als Ausgangsbasis.
Für wen eignet sich ein Segeltörn zu den Inseln unter dem Winde?
Ein Bareboat-Charter in Polynesien richtet sich eher an erfahrene Segler. Der Wind kann kräftig sein und seine Richtung ändern. Mit Böen und wechselnden Bedingungen sollten Sie sicher umgehen können.
Außerdem sind die Inseln von Korallenriffen umgeben. Die Durchfahrten müssen gezielt angesteuert werden. Auf den Seekarten unseres Vercharterers waren sie gut eingezeichnet.
Wer die Navigation lieber einem Profi überlässt, kann eine Segelreise mit Crew oder eine Kombination aus Landaufenthalt und Segeltörn buchen.
Zwölf Tage zwischen Land und Meer: unsere Reise mit neun Segeltagen
Tag 1: Ankunft auf Tahiti
Wir starten in Paris und landen nach etwa 22 Stunden Reisezeit um 22 Uhr auf Tahiti. Unser Partner vor Ort empfängt uns. Die erste Nacht verbringen wir in einer familiengeführten Pension in der Nähe des Flughafens.
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Tag 2: Papeete entdecken und weiter nach Huahine
Wir nutzen unseren Aufenthalt auf Tahiti, um Papeete zu erkunden. Sehenswert sind vor allem der Markt und die Uferpromenade am Hafen. Sie erinnert ein wenig an die Promenade des Anglais in Nizza.
Papeete ist für viele Reisende ein Zwischenstopp, bevor es mit einem kleinen Flugzeug auf eine andere Insel weitergeht. Da die Verbindungen nicht besonders häufig sind, sollten Sie internationale Ankunft und Anschlussflug gut aufeinander abstimmen. Unser Flug nach Huahine geht um 16:30 Uhr.
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Nach einem kurzen Inlandsflug erreichen wir Huahine. Pünktlich zum Sonnenuntergang kommen wir im Hotel Le Mahana an, das von unserem Partner vor Ort geführt wird. Im Herbst geht die Sonne hier früh unter – und ebenso früh wieder auf.
Tag 3: Huahine zwischen Inselinnerem und Lagune
Wir gewöhnen uns noch an die Zeitverschiebung und sind früh wach. Mit den Kajaks des Hotels paddeln wir hinaus, um den Sonnenaufgang auf dem Wasser zu erleben.
Um 9 Uhr beginnt unser Ausflug „Land und Lagune“, den das Hotel gegen Aufpreis anbietet.
Zunächst erkunden wir Huahine mit dem Geländewagen. Wir besuchen Fare, den Hauptort der Insel, eine Vanilleplantage und archäologische Stätten. Gemeinsam mit Kindern der Insel füttern wir außerdem die heiligen Aale mit ihren auffälligen blauen Augen.
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Anschließend geht es mit einem motorisierten Auslegerboot auf die Lagune. Wir besichtigen eine Perlenfarm und verbringen den restlichen Vormittag auf einem privaten Motu, einer kleinen Riffinsel. Dort erleben wir polynesische Tänze und sehen bei der Zubereitung eines traditionellen Essens mit Hähnchen, Kokosnuss und Reis zu.
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Danach heißt es: zurück ins Hotel, entspannen und die Happy Hour genießen!
Preis des Ausflugs zum Zeitpunkt unserer Reise: 120 € pro Person.
Tag 4: Willkommen an Bord unseres Katamarans
Unser Vercharterer überführt seine Boote regelmäßig nach Huahine. Deshalb können wir den Vormittag entspannt im Hotel verbringen, während wir auf unseren Katamaran warten.
Mittags essen wir im Hotelrestaurant. Das Essen ist sehr gut und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Um 14 Uhr entdecken wir am Ende des Stegs unsere Lucia 40. Dieser schöne Katamaran wird für den Rest der Reise unser Zuhause. Ein beeindruckender erster Anblick!
Die Einweisung übernimmt Maric, ein Bretone aus der Gegend von Brest. Eine schöne Begegnung am anderen Ende der Welt! Er nimmt sich viel Zeit, um Emeric alles zu erklären. Emeric ist unser Skipper und bei GlobeSailor Experte für Kroatien und Polynesien.
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Maric gibt uns außerdem zahlreiche Tipps für die kommenden Zwischenstopps. Die erste Etappe zur Bucht von Bourayne segeln wir gemeinsam mit ihm.
Unser Partner legt großen Wert auf die Betreuung seiner Gäste. Sein Motto: Eine gute Crew macht eine gelungene Segelreise aus.
In der Bucht empfiehlt uns Maric einen Schnorchelplatz, den wir unbedingt vor 9 Uhr besuchen sollen. Danach kommen die Ausflugsgruppen der Hotels. Wir freuen uns, mit dem eigenen Boot unterwegs zu sein und solche Orte früh am Morgen in Ruhe entdecken zu können.
Tag 5: Schnorcheln, Hanahiti und ein Abend in Fare
Um 6:30 Uhr sind wir wach. Wir passen uns schnell dem Rhythmus der Inselbewohner an: früh aufstehen, früh schlafen gehen und mit der Sonne leben.
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Beiboot zum empfohlenen Schnorchelplatz. Er liegt an einem kleinen Motu am Eingang der Bucht von Bourayne. Vor 9 Uhr ist es hier besonders schön.
Das flache Wasser gleicht einem natürlichen Aquarium. Selbst dort, wo uns das Wasser nur bis zu den Knien reicht, können wir Fische beobachten.
Zurück an Bord trinken wir noch einen Kaffee. Anschließend fahren wir mit dem Beiboot zum Strand von Hanahiti gegenüber unserem Ankerplatz. Hier wurde der Film „Les Princes du Pacifique“ gedreht.
Am Strand treffen wir einen älteren Mann, der sich als Wächter des Strandes und der Bucht vorstellt. Er erzählt uns, dass er darauf achtet, dass die Boote die Natur respektieren: kein Abwasser ins Meer und keine Obst- oder Gemüseschalen über Bord.
Wer sich nicht daran hält, müsse damit rechnen, sein Beiboot am anderen Ende der Bucht wiederzufinden, erzählt er mit einem Augenzwinkern.
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Ein offizieller Beruf ist das nicht. Er hat sich diese Aufgabe selbst gegeben, weil ihm sein Strand und seine Insel am Herzen liegen. Jeden Tag kommt er her, räumt auf und begrüßt die Segler. Oft leisten ihm andere Inselbewohner Gesellschaft.
Er zeigt uns einen Wanderweg auf einen Hügel mit atemberaubender Aussicht. Unterwegs entdecken wir Überreste eines ehemaligen Luxushotels mit Baumhäusern. Laut seiner Erzählung wurde es 1998 durch einen schweren Sturm zerstört. Die verbliebenen Strukturen lassen erahnen, wie groß die Anlage einmal war.
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Gegen 15:40 Uhr legen wir Richtung Fare ab. Unterwegs regnet es kurz, doch der Schauer zieht schnell weiter. Nach etwa 40 Minuten erreichen wir unseren Ankerplatz.
Beim Ankern ist besondere Vorsicht nötig: Überall gibt es Korallen, die nicht beschädigt werden dürfen. Ein Inselbewohner kommt mit seinem Beiboot vorbei und kontrolliert, ob unser Anker richtig liegt. Ist das nicht der Fall, bittet er die Segler, einen anderen Platz zu suchen und erneut zu ankern.
Abends essen wir an einem Foodtruck an Land. Die Portionen sind großzügig und preiswert. Auf der Karte stehen viele Gerichte mit Hähnchen oder rohem Fisch.
Tag 6: Überfahrt nach Raiatea
Um 7:30 Uhr verlassen wir Fare und nehmen Kurs auf Raiatea. Nach gut fünf Stunden erreichen wir die Insel gegen 12:40 Uhr.
Wir ankern vor der Basis unseres Partners und lernen das Team vor Ort kennen. Die kleine Marina ist voller Katamarane. Viele Chartertörns starten hier.
Für die Erkundung der Insel mieten wir ein Auto. Zum Zeitpunkt unserer Reise zahlen wir 50 € für eineinhalb Tage. Das ist die einfachste Möglichkeit, Raiatea zu entdecken.
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Zunächst kaufen wir Vorräte für das Boot ein. Danach unternehmen wir eine kleine Rundfahrt. Die Landschaft wechselt zwischen Küste und dichtem Grün.
Zum Sonnenuntergang trinken wir etwas im Fish & Blue, einer Empfehlung unseres Vercharterers. Die Lage direkt am Strand ist wunderschön. Hier können wir unseren Drink mit den Füßen im Wasser genießen. Die Nacht verbringen wir vor Anker gegenüber der Basis.
Tag 7: Perlenfarm und die grüne Bucht von Fa’a’aha
Nach etwa 40 Minuten Fahrt erreichen wir die Bucht von Apu auf Taha’a. Dort besuchen wir die Perlenfarm der Familie Champon, die für ihre Perlen bekannt ist.
Der Empfang ist besonders herzlich. Uns gefällt der Besuch noch besser als auf der ersten Perlenfarm, allerdings sind die Perlen hier deutlich teurer.
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Anschließend fahren wir weiter in die Bucht von Fa’a’aha. Eigentlich möchten wir eine Vanilleplantage besuchen. Wegen Regen und Gewitter bleiben wir jedoch an Bord.
Die Landschaft hat sich völlig verändert: Üppiges Grün und dichter Bewuchs prägen die Bucht. Selbst das Wasser schimmert grün und fügt sich wunderbar in die Umgebung ein.
Tag 8: Vanille und eine Flussfahrt durch die tropische Natur
Nach einer verregneten Nacht gehen wir an Land und besuchen die Vanillefarm von Brian und Moeata.
Anders als auf der zuvor besichtigten Plantage auf Huahine wachsen die Vanillepflanzen hier unter freiem Himmel. Außerdem erfahren wir mehr über die Herstellung von Tamanuöl, das vor Ort traditionell zur Hautpflege verwendet wird.
Um 11 Uhr setzen wir die Segel Richtung Faaroa-Bucht auf Raiatea. Hier mündet ein Fluss ins Meer. Mit Kajak und Stand-up-Paddleboard erkunden wir seinen Lauf.
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Zunächst nehmen wir den rechten Flussarm. Er endet in einer Sackgasse, wo wir auf eine einfache Unterkunft treffen. Ein Paar lebt hier am schlammigen Ufer und baut Obst und Gemüse an.
Der Mann öffnet eine Kokosnuss und bietet uns frisches Kokoswasser an. Die beiden wirken sehr zufrieden mit ihrem Leben an diesem abgeschiedenen Ort.
Wir paddeln zurück und folgen anschließend dem linken Flussarm. Die Kulisse ist beeindruckend: dichter tropischer Bewuchs, dazu Regen – wir fühlen uns wie auf einer kleinen Abenteuerexpedition!
Die Nacht verbringen wir vor Anker gegenüber der Flussmündung.
Tag 9: Taputapuatea und der Motu Naonao
Gegen 9 Uhr brechen wir zur Bucht von Opoa auf. Direkt am Meer liegt der Marae Taputapuatea, eine bedeutende ehemalige Kultstätte Polynesiens. Wir gehen an Land und besichtigen die Anlage.
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Danach segeln wir weiter und ankern vor dem privaten Motu Naonao. Rund um das Boot erwartet uns ein natürliches Aquarium. Zwischen den Korallen können wir zahlreiche Fische beobachten.
Viele Motus befinden sich in Familienbesitz und werden über Generationen weitergegeben. Auf manchen leben die Großeltern, während die übrige Familie am Wochenende zu Besuch kommt. Ein schönes Wochenenddomizil!
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Wer auf einer benachbarten Insel arbeitet, fährt mit dem Auslegerboot dorthin. Stau auf dem Arbeitsweg ist hier jedenfalls kein Thema.
Tag 10: Ankunft auf Bora Bora
Um 6 Uhr verlassen wir unseren Ankerplatz. Nach sieben Stunden auf See erreichen wir Bora Bora.
Unser erster Ankerplatz liegt hinter dem Motu Toopua. Mit dem Beiboot fahren wir zu einem besonders hellen, sandigen Bereich der Lagune. Das Wasser ist so flach, dass wir stehen können.
Hier beobachten wir Schwarzspitzen-Riffhaie und Rochen im Wasser.
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Die Hotels bieten einen Ausflug zu diesem Ort zum Zeitpunkt unserer Reise für etwa 85 € pro Person an. Mit unserem Boot können wir selbstständig dorthin fahren.
Tag 11: Türkisblaues Wasser und ein Korallengarten
Wir nehmen Kurs auf die Ostseite von Bora Bora. Nach zwei Stunden ankern wir vor dem Motu Piti Aau.
Das Wasser ist so klar, dass wir den Grund und vorbeiziehende Rochen sehen können. Am Nachmittag fahren wir mit dem Beiboot zu einem Korallengarten. Beim Schnorcheln sind wir mitten zwischen den Fischen.
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Abends essen wir in einem Restaurant direkt am Wasser. Nach Einbruch der Dunkelheit beobachten wir Schwarzspitzen-Riffhaie, die ganz nah ans Ufer kommen.
Tag 12: Zurück nach Raiatea
Für die Rückfahrt nach Raiatea benötigen wir acht Stunden. Wir verbringen eine letzte Nacht vor Anker, bevor wir am nächsten Tag das Boot zurückgeben.
Falls Ihr Rückflug erst später nach der Bootsübergabe geht, können Sie Ihr Gepäck beim Vercharterer lassen und noch einmal ein Auto mieten. So bleibt Zeit für eine letzte Inselrunde oder ein Bad im Meer.
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Zurück in der Marina stehen Duschen und Sanitäranlagen zur Verfügung. Sehr praktisch, um die Reise bis zum letzten Moment auszukosten!
Welche Services bietet die Marina auf Raiatea?
Die Marina ist klein, beherbergt aber viele Katamarane. Bei unserer Rückkehr kommt ein Skipper des Vercharterers an Bord und übernimmt das Anlegemanöver. Da die Boote eng beieinanderliegen, ist das eine willkommene Unterstützung.
Proviant für den Törn
Auf Wunsch kann der Vercharterer die Einkäufe gegen Aufpreis organisieren. Alternativ können Sie ein Auto mieten und selbst einkaufen. So haben wir es gemacht.
Transfer zum Flughafen
Der Flughafen ist von der Basis aus schnell erreichbar. Mit dem Auto dauert die Fahrt etwa fünf Minuten. Das macht die Organisation der Abreise besonders einfach.