Garantierte Flexibilität: Mit unserer Option "Flexible Buchung" verschieben Sie die Reisedaten Ihres Charters ohne Angabe von Gründen.

Ankern in den Calanques: Vorschriften und erlaubte Zonen

Ankern in den Calanques: Vorschriften und erlaubte Zonen

GlobeSailor-Crew Törnvorbereitung

Ein Boot in Marseille mieten und die Calanques von Cassis, Marseille und La Ciotat vom Wasser aus entdecken: Das gehört zu den besonderen Erlebnissen im Mittelmeer. Die Kalksteinfelsen, kleinen Buchten und türkisfarbenen Gewässer bieten einen beeindruckenden Blick auf die provenzalische Küste. Für die Sportschifffahrt in den Calanques gelten jedoch besondere Vorschriften, die dem Schutz dieses empfindlichen Naturraums dienen.

Bevor Sie den Anker werfen, sollten Sie sich daher über die wichtigsten Regeln zum Ankern in den Calanques, die verbotenen Zonen und die verschiedenen Seezeichen informieren. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen für die Vorbereitung Ihres Törns.

Warum ist das Ankern in den Calanques reglementiert?

Der Nationalpark Calanques schützt einen außergewöhnlichen Naturraum an Land und im Meer. Die geltenden Vorschriften sollen insbesondere die natürlichen Lebensräume erhalten und die Belastung durch den Tourismus begrenzen.

Ein zentrales Anliegen ist der Schutz der Posidonia-Seegraswiesen. Diese Meerespflanze bildet Unterwasserwiesen, die für das Ökosystem des Mittelmeers von großer Bedeutung sind und zahlreichen Arten einen Lebensraum bieten. Anker und Ankerketten können diese Wiesen jedoch dauerhaft schädigen. Die Vorschriften sollen deshalb insbesondere das Ankern auf sandigem Grund fördern und das Liegen von Booten in besonders stark besuchten Bereichen regeln.

Welche Regeln gelten für das Ankern in den Calanques?

Im Nationalpark Calanques gelten mehrere Vorschriften für das Ankern:

  • Boote mit einer Länge von mehr als 24 Metern: Innerhalb einer vom Park festgelegten Grenze ist das Ankern in Küstennähe verboten. Für besonders große Boote sind weiter draußen eigene Zonen vorgesehen. Diese Einschränkung betrifft die meisten üblichen Chartersegelboote und Katamarane kaum, gilt jedoch für große Yachten.
  • Calanques En-Vau und Port-Pin: In diesem Bereich bei Cassis sind das Ankern, Anhalten und Treibenlassen für alle Boote unabhängig von ihrer Größe verboten.
  • Ankern in sandigen Bereichen: Bei Marseille, Cassis, den Frioul-Inseln und nördlich der Insel Riou sind die erlaubten Zonen ausgewiesen. Wo nicht genügend sandiger Grund vorhanden ist, darf ausschließlich an dafür vorgesehenen Bojen festgemacht werden.
  • Geschwindigkeitsbegrenzung auf 5 Knoten innerhalb des 300 Meter breiten Küstenstreifens.
  • Verbot der Wiedergabe von Musik und anderen Tonübertragungen in mehreren Calanques, insbesondere in Port-Pin, En-Vau und Port-Miou.
  • Ankern bei Nacht: Es ist nur in den Zonen erlaubt, in denen auch tagsüber geankert werden darf.

Wie erkennen Sie die Zonen mit Ankerverbot?

Die französische Seepräfektur hat rund um Marseille mehrere Zonen mit Ankerverbot (ZIM) festgelegt, insbesondere in den Calanques Sormiou und Morgiou, bei Marseilleveyre sowie rund um Riou und die Frioul-Inseln. In der Nähe der Strände gibt es außerdem Zonen, in denen Motorboote verboten sind.

Diese Einschränkungen sind in den offiziellen Karten verzeichnet und werden auf dem Wasser durch verschiedene Bojentypen gekennzeichnet:

  • Gelbe Bojen markieren unter anderem den 300 Meter breiten Küstenstreifen sowie Zonen, in denen das Befahren oder Ankern verboten ist. In mehreren Calanques kennzeichnen sie die küstennahe Grenze der Posidonia-Seegraswiesen: Jenseits dieser Grenze in Richtung offenes Meer ist das Ankern verboten.
  • Weiße Bojen kennzeichnen umweltschonende Bojenliegeplätze. Die Bojen in Port-Miou sind beispielsweise für durchreisende Wassersportler vorgesehen.

Einige Grenzen sind allerdings nicht auf dem Wasser gekennzeichnet. In diesem Fall müssen Sie sich an den GPS-Koordinaten orientieren, die in den jeweiligen Verordnungen veröffentlicht sind. Das Festmachen an Markierungsbojen ist ausdrücklich verboten.

Wo finden Sie die Karte mit den Vorschriften auf See?

Informieren Sie sich vor jeder Ausfahrt anhand der interaktiven Karte zu Seezeichen und Vorschriften auf See des Nationalparks Calanques. Sie finden diese auf calanques-parcnational.fr unter „Réglementations en mer“.

Die App „Mes Calanques“ bietet ergänzende Informationen. Prüfen Sie außerdem die Verordnungen der Seepräfektur für das Mittelmeer: Maßgeblich ist die am Tag Ihrer Ausfahrt geltende Regelung.

Festmachen an Bojen: eine Alternative zum Ankern

In Bereichen, in denen das Ankern auf sandigem Grund nicht möglich ist, haben der Nationalpark und die Stadt Marseille umweltschonende Festmacherbojen installiert. Sie sollen verhindern, dass die Blätter der Posidonia ausgerissen werden. Das Prinzip ist einfach: Sie machen direkt an der Boje fest, ohne den Anker zu werfen.

Ankern in den Calanques während Ihres Yachtcharters

Mit einem gemieteten Segelboot können Sie die Calanques vom Meer aus entdecken, sofern Sie die geltenden Ankervorschriften beachten. Die Bedingungen unterscheiden sich allerdings je nachdem, ob Sie mit oder ohne Skipper unterwegs sind.

Ein Boot mit Skipper mieten

Die gewerbliche Beförderung von Passagieren – also die entgeltliche Bereitstellung eines Bootes samt Besatzung – unterliegt im Kerngebiet des Nationalparks Calanques einer besonderen Genehmigung. Diese Tätigkeit ist ausschließlich Booten vorbehalten, die auf einer vom Direktor der Nationalparkverwaltung festgelegten Liste stehen. Nicht alle zur Vermietung mit Skipper angebotenen Boote sind dort aufgeführt.

Das Ankern in den Calanques ist daher im Rahmen eines Yachtcharters mit Skipper nicht erlaubt. Für weitere Informationen zu den Bedingungen Ihres Törns wenden Sie sich bitte an Ihren GlobeSailor-Berater.

Ein Boot ohne Skipper mieten

Bei einem Yachtcharter ohne Skipper ist diese besondere Genehmigung für die gewerbliche Beförderung von Passagieren nicht erforderlich. Sie müssen jedoch sämtliche Vorschriften zur Navigation und zum Ankern im Nationalpark Calanques einhalten.

Offizielle Quelle und Referenz: Nationalpark Calanques, „Réglementations en mer“

  • Törnvorbereitung
    GlobeSailor-Crew

    Wichtige Punkte bei der Bootsübernahme

    Bei jeder Bootscharter, ob mit oder ohne Skipper, gehört vor dem Auslaufen eine gründliche Übernahme des Bootes dazu. Dieser Schritt kann etwas Zeit in Anspruch nehmen und wird deshalb gerne abgekürzt. Dabei ist die Bootsübernahme entscheidend, um späteren Problemen während des Törns vorzubeugen.

  • Törnvorbereitung
    GlobeSailor-Crew

    Segelbootcharter Griechenland: Hafengebühren, Wetter, Ankern

    Wer einen Griechenlandtörn plant, denkt zuerst an Inseln, Sonne und Wind. Die praktischen Details kommen meist später — und manchmal zu spät. Dabei entscheiden sie maßgeblich darüber, ob ein Törn wirklich entspannt verläuft. Was kostet ein Liegeplatz? Wie verhält man sich im Meltemi? Wo tankt man, wo kauft man ein, und was tut man im Notfall? Dieser Artikel beantwortet die praktischen Fragen, die beim Segelbootcharter Griechenland abseits von Segelscheinen und Dokumenten anfallen. Alle